{"id":1025,"date":"2013-04-24T18:09:22","date_gmt":"2013-04-24T16:09:22","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--pntanell-65a.de\/?p=1025"},"modified":"2013-04-24T18:09:22","modified_gmt":"2013-04-24T16:09:22","slug":"lina-im-april","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/xn--pntanell-65a.de\/?p=1025","title":{"rendered":"Lina im April"},"content":{"rendered":"<p>Lina entwickelt immer mehr Autonomie. Dabei hat sie per se erstmal vor nichts Angst. Insbesondere nicht vor H\u00f6he oder Geschwindigkeit. Auf dem Spielplatz klettert sie \u00fcberall hoch, keine Rutsche ist zu steil, kein Karussell zu schnell, keine Schaukelbewegung zu weit. Es macht ziemlichen Spa\u00df mit Lina auf dem Spielplatz zu sein, insbesondere seit wir den Spielplatz im Bresgespark f\u00fcr uns entdeckt haben. Dieser ist nur wenige Minuten mit dem Rad von uns entfernt und liegt am Nordrand des Bresgespark zwischen kleinen H\u00fcgelchen, die ihm den Anschein von Teletubbie-Land geben. Nat\u00fcrlich kann man Lina nicht allein toben lassen und muss immer in der N\u00e4he sein. Insbesondere Rutschen geht nur zu zweit: Jemand muss sie beim Hochklettern betreuen und jemand unten entgegennehmen, weil sie sich noch nicht so toll kontrollieren kann und Gefahr l\u00e4uft, schief zu rutschen oder mit dem Kopf aufzuschlagen. Aber ihr breeeeiiiites Grinsen lohnt den Aufwand. Und Lina ist ein Kind, dass man m\u00fcdetoben muss. Auf wenn sie im Kindergarten den ganzen Tag schon besch\u00e4ftigt war, so muss man mit ihr Nachmittags nochmal ne Stunde toben gehen, weil sie sonst unausgeglichen ist. Unser kleiner Garten reicht daf\u00fcr nicht wirklich aus, insbesondere, weil es ja recht unwirtlich bei uns ist. Leider.<br \/>\nAnfangs hat es gereicht, mit Lina mal ne Runde um den Pudding zu gehen. Aber das hat mich auch irgendwann gelangweilt und nur Laufen ist ja auch nicht wirklich toll f\u00fcr Lina. Zumal bei uns in der N\u00e4he viele Autos oder viel Hundescheisse ist. Und beides vertr\u00e4gt sich nicht mit einer Anderthalbj\u00e4hrigen.<\/p>\n<p>Lina mag es herumgewirbelt zu werden: Hochheben an den Beinen, Richtung Decke werfen, aufs Bett schmeissen und dabei m\u00f6glichst noch durchkitzeln. Und das alles Kopf\u00fcber. Und schnell wieder raufklettern: Aufs Bett, auf den Sessel, auf den M\u00fclleimer, auf ihren Schaukelstuhl, aufs Fu\u00dfb\u00e4nkchen&#8230; Und das so oft, bis Mama&amp;Papa einen Herzinfarkt bekommen.<\/p>\n<p>So langsam f\u00e4ngt Lina an sich verbal zu \u00e4ussern und nutzt regelm\u00e4\u00dfig die gleichen Laute f\u00fcr etwas. So gew\u00f6hnt sie sich f\u00fcr mich das &#8222;Mama&#8220; an und f\u00fcr Erik entsprechend &#8222;Papa&#8220;. Und wenn Lina etwas f\u00fcr sich haben will, dann ein bestimmtes &#8222;Miiiii Miiiii!&#8220; Ich freue mich schon sehr darauf, mit Lina kommunizieren zu k\u00f6nnen. Denn ich w\u00fcrde gerne wissen, was sie denkt.<br \/>\nLina verfolgt meistens einen eigenen Plan. Sie r\u00e4umt Dinge so hin und her, alsob sie so ger\u00e4umt werden m\u00fcssten. Und wenn man dabei ihre Kreise st\u00f6rt, reagiert sie ziemlich unwirsch. Leider kann sie gar nicht verstehen, dass nicht mit allem spielen darf und Mama manchmal recht unwirsch reagiert, wenn Baby die Computermaus entf\u00fchrt. Oder das schnurlose Telefon. Oder dass Mama sehr ungehalten reagiert, wenn Baby am Gasherd die Kn\u00f6pfe dreht. Insbesondere, wenn der Gasherd so spannend vor sich hinzischt. Dann wirft sich unser h\u00fcbsches Kind mit schmerzverzerrtem Gesicht auf den Boden und weint gar bitterlich.<\/p>\n<p>Sowieso ist Schr\u00e4nkeausr\u00e4umen in der K\u00fcche ganz ganz weit vorne bei ihr. Und am lustigsten findet sie es, im Katzentrinkwasser zu plantschen. Was die drei Katzen \u00fcbrigens gaaaar nicht toll finden.<\/p>\n<p>Noch beliebter bei Lina ist es, Dinge zu schieben. Von unserer Vermieterin hat Lina einen abgelegten Puppenbuggy ihrer Enkelin bekommen. Diese spielt lieber mit der zugh\u00f6rigen Puppe. Lina findet es aber ganz doll toll, mit dem Wagen herumzuschieben. Da muss nicht mal ne Puppe\/Teddy drinsitzen. Hauptsache schieben. Vorteil an der Sache ist, dass der Wagen rappelt und ich immer h\u00f6re, wo Lina sich gerade befindet. So kann ich sie in aller Ruhe auf dem Innenhof rumpeesen lassen &#8211; nat\u00fcrlich bei geschlossenem Hoftor. Das ist sehr l\u00e4stig, aber ziemlich n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Linas Tobedrang kennt auch unterwegs kein Halten: mit Vorliebe befreit sie sich aus allen m\u00f6glichen Gurten, mit denen sie auf Sitzen festgeschnallt ist. Im Kinderwagen ist das ja noch in Ordnung, weil man sie dort gut im Blick hat. Im Auto ist das schon l\u00e4stiger, aber nicht so schlimm. Aber dass die kleine Krabbe sich nun auf auf dem Fahrradsitz freimacht, ist nicht lustig. Da habe ich einfach Angst, dass sie sich (im Sinne des Wortes) hinterr\u00fccks vom Gep\u00e4cktr\u00e4ger st\u00fcrzt. Ich muss da mit Tricks arbeiten, damit sie nicht zum Entfesslsungsk\u00fcnstler wird.<\/p>\n<p>Lina ist ein wirklicher Vielfrass: Sie isst erstmal alles, was man ihr anbietet. Aber einige Dinge isst sie noch lieber als andere. Normalerweise mag sie nach wie vor frisches Brot und dazu Wasser. Und beides in erstaunlichen Mengen. Dar\u00fcberhinaus liebt Lina Schokolade (sie hat inzwischen zielgerichtet herausgefunden, in welcher Schublade des Sideboard die Schoki versteckt ist). Und Pommes. Und R\u00fchrei. Und na\u00fcrlich Nudeln. Und Kartoffeln. Und eigentlich alles, was der Papa so isst. Und zus\u00e4tzlich ist es ja noch so, dass ich sie immernoch morgens und abends stille. Das ist zwar keine vollst\u00e4ndige Mahlzeit mehr, aber Lina freut sich immer sehr, wenn es ans Stillen geht und mir schadet es ja nicht. Aber so langsam sollten wir uns das abgew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Lina ist also gewappnet f\u00fcr ein Leben voller weiterer Abenteuer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lina entwickelt immer mehr Autonomie. Dabei hat sie per se erstmal vor nichts Angst. Insbesondere nicht vor H\u00f6he oder Geschwindigkeit. Auf dem Spielplatz klettert sie \u00fcberall hoch, keine Rutsche ist zu steil, kein Karussell zu schnell, keine Schaukelbewegung zu weit. 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