Der Spiegel hat neulich hier einen kleinen Bericht veröffentlicht, der mir sehr aus dem Herzen spricht: Endlich soll eine Geschlechtergleichheit in die Steuererklärung einziehen.
Denn ich habe wegen dieser Sache beinah mal unsere Steuererklärung so richtig versemmelt.
Erik und ich führen eine mehr als ungewöhnliche Ehe. Diese aber auf Augenhöhe und voller Respekt. Unser Kind wächst damit auf, dass Mama das Auto genau so reparieren kann, wie Papa. Und der Papa bügelt seine Hemden selbst und kann auch prima kochen. In den vergangenen Jahren habe mal ich das höhere Einkommen gehabt und mal er. Zur Zeit bin ich die Hauptverdienerin. Quasi.
Nun ergab es sich, dass ich die Steuererklärung für 2014 machen wollte und schon mal tapfer angefangen habe, die Daten in ELSTER zu hacken. Dabei bin ich nicht auf die Idee gekommen, mich als Ehefrau zu sehen, sondern als „Steuerpflichtige Person“, wie es so schön auf dem Mantelbogen heißt. Und habe dann alles weitere so ausgefüllt. Als ich dann Erik hinzufügen wollte, kam es zu einem heillosen Durcheinander. Das dann nur noch von einem Steuerberater gelöst werden konnte. Was aber bis jetzt auch noch nicht geschehen ist, aber andere Gründe hat.
Es kann doch im Jahre 2014 (bzw in 2017 ist es ja immer noch so) nicht sein, dass ich eine festgelegte Reihenfolge einhalten muss und der Ehemann dann als Hauptverdiener per se gesetzt ist und die Frau als steuerliches Anhängsel gesehen wird.
Ich hoffe, dass sich dieses bald ändert. Aber wenn man diesem Artike in der Zeit glauben schenken darf, wird das so bald nicht passieren. *seufz*