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06 DecPassworthinweis Galerie
06 DecZwischen Geduld und Hektik
Das Zusammenleben mit einem Säugling stellt einem das Leben auf den Kopf. Das ist eine Binsenweisheit und eigentlich nichts Neues. Aber in welcher Form Lina mein Leben verändert hat, konnte mir vorher keiner sagen. Natürlich strukturiert sich der Tagesablauf anders und wird malerisch um die Stilltermine herum drapiert. Wenn ich das Haus mit ihr verlassen will, muss ich vorher mit einkalkulieren, dass sie ja dann alle vier Stunden an Mutters Brust will. Aber das lässt sich meistens sehr gut organisieren.
Was mir persönlich aber schwer fällt, ist dieser stetige Wechsel zwischen absoluter Hektik undgeduldiger Ruhe: Sobald Lina schläft oder Erik sie betreut, erledige ich in hektischer Schnelle alles das, wofür man zwei Hände braucht: Küche aufräumen, Bad putzen, duschen und so. Auch bei schönen Tätigkeiten wie Kuchenbacken oder Plätzchenformen kommt keine wirkliche Freude auf, denn ständig hat man ein Ohr am Babyphone.
Auf der anderen Seite muss man dann von einem Moment zum anderen von hektischer Eile auf geduldige Ruhe umswitchen, wenn die Kleine gestillt, gewickelt oder betüddelt werden will. Dann ist ausgleichende Ruhe gefragt. Dieser Spagat fällt mir ziemlich schwer. Aber dafür geniesse ich es um so mehr, wenn Laura oder Erik die Kleine nehmen und ich in Ruhe Dinge erledigen kann.
05 DecDurchscheinend
Dem allgemeinen Trend folgend, habe auch ich mich dieses Jahr daran gemacht, durchscheinende Lebkuchen zu basteln.
Ich backe ziemlich gerne Plätzchen in der Adventszeit, die auch immer Anklang bei der Familie finden. Dabei habe ich meine Lieblingsrezepte und die Schokokekse backe ich sogar ganzjährig. Manchmal experimentiere ich die Zutaten und bin vor Pannen nicht gewappnet. Und so manches Blech ist mir auch schon verkohlt, weil der Gasbackofen nicht wirklich berechenbar ist und im Moment Lina mich oft ablenkt.
Aber gestern hat Erik Lina ausführlich beschmust und so konnte ich unterbrechungsfrei in der Küche agieren. Schon am Vorabend hatte ich den Lebkuchenteig angesetzt nach folgendem Rezept:
250g Honig mit 250g Rohrzucker und 150g Butter in einem Topf erhitzen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. In einer Schüssel abkühlen lassen und 500g Mehl, Lebkuchengewürz, die abgeriebene Schale einer Zitrone, einen Esslöffel Kakao und ein Ei dazugeben und unterrühren. Einen Teelöffel Pottasche in ein bißchen Wasser auflösen und das alles mit den Knethaken kneten. Den Teig über Nacht kaltstellen.
Daraus lassen sich dann wunderbare Plätzchen ausstechen. Beim Arrangieren auf dem Backblech muss man aufpassen, da die Plätzchen ziemlich auseinandergehen beim Backen (180° – 10-15Minuten).
Auf beiliegendem Bild ist dann die Kreativlösung zu sehen. Ich habe in die Sternformen kleine Sterne gestochen und dorthinein dann ein Bonbon (ohne Füllung!!!) gegeben. Zum Beispiel die guten, alten Campinos. Beim Backen schmelzen diese und ergeben einen schönen Durchscheineffekt. Deshalb habe ich die Kekse auch auf einem Spiel photographiert.
01 DecWeiter geht’s!
Hier geht es also jetzt weiter. Nachdem drüben unter „Unser Kind kommt“ die Schwangerschaft und Geburt von Lina Theresa begleitet worden ist, so geht es nun hier weiter. Denn das Kind ist ja jetzt da! Und das ist auch gut so.
Ab jetzt werde ich diesen Blog mit Dingen aus unserem Alltag füllen. Ich freue mich auf eure Kommentare. Und Gastautoren sind auch jederzeit willkommen.
