19 AprHerdprämie – Erziehungsgehalt

Als aktuell betroffene Mutter gebe ich nun auch meinen Senf zu dieser leidigen Diskussion um die Herdprämie bzw das Erziehungsgehalt dazu.

Die Koaltion aus CDU/CSU auf der einen und der FDP auf der anderen Seite hat im Kalotionsvertrag festgelegt, dass ab 2013 jede Familie, die Kinder nicht in die Kindertagesbetreuung schickt, vom Staat 150 Euro bekommen soll. Hört sich ja schonmal nett an. Aber wieso machen die das?

Eigentlich soll es ab August 2013 einen garantierten Platz in der Kindertagesbetreuung auf für unter dreijährige Kinder geben. Aber von diesem Ziel ist Deutschland meilenweit entfernt. Insbesondere in NRW sieht es sehr schlecht aus mit der Versrogung an Plätzen. Und Mönchengladbach ist da keine Ausnahme. Das durfte ich gerade an eigenem Leib erfahren und hab nur durch viel Geduld, Glück und Beharrlichkeiten für Lina einen Platz bekommen. (*HURRA*)

Deshalb könnte ich eigentlich froh sein um jedes Kind, das keinen Platz in Anspruch nimmt. Da der Anspruch auf einen Platz aber gesetzlich verbrieft ist, ist im kommenden Sommer eine Klagewelle zu erwarten von Eltern, die sich einen Platz erklagen wollen. Da sind die 150Euro ja schonmal als ein vorauseilender Vergleich zu sehen.

Die Regierung will sich also von ihrer Verantwortung freikaufen. Ich glaube nicht, dass sich ein Elternteil, das in einem besserbezahlten Ganztagsjob arbeitet, sich von den 150Euro zum daheimbleiben bewegen lässt. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele Familien in HartzIV die 150Euro gerne mitnehmen und ihren Nachwuchs dann daheim behalten. Aber gerade Kindern aus den so genannten bildungsfernen Schichten, eventuell sogar mit Migrationshintergrund, tut der Besuch im Kindergarten sehr gut, da sie dort eine optimalere Betreuung erhalten als daheim und zum Beispiel besser sprechen lernen oder ihre sozialen Fähigkeiten unter der Betreuung von fähigen Erzieherinnen besser ausbauen. Das führt dann zu einer Elite unter Kindern, deren Eltern es sich leisten können, die Kinder in die Tagesbetreuung zu Geben. Auf jeden Fall bin ich heilfroh, einen Platz zu haben und würde auch für mehr als 150 Euro nicht daheim bleiben wollen.

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