Bei Carsten habe ich den Aufruf gefunden, an einer Blogparade von Blogissimo teilzunehmen. Dabei geht es um unsere jeweiligen Vornamen und wieso wir genau diesen bekommen haben.
Mein Vorname ist alles andere als zufällig und es gibt eine etwas tragische Geschichte dahinter.
Denn ich habe den Namen von meiner Großmutter geerbt. Sie ist 1915 als Christine Maria Küper zur Welt gekommen. In den letzten Tagen des ersten Weltkriegs ist ihr Vater Johann Küper in eben diesem gefallen. Ihre Mutter Paula geborene Voßborgmann hat danach neu geheiratet. In diesem neuen Haushalt war meine Oma leider nicht gern gesehen – sie wurde im Wortsinn stiefkindlich behandelt – und man fand auch den Vornamen „Christine“ sehr doof. Deshalb wurde meine Oma dann „Maria“ bzw „Mariechen“ gerufen. Als meine Oma 16 Jahre alt war, verstarb dann auch noch ihre Mutter. Danach wurde sie durch die Verwandschaft als Haushaltshilfe gereicht, bis sie meinen Opa Theodor Gantefort 1945 geheiratet hat. Meine Mutter Paula (auch nach ihrer Oma benannt) kam dann 1946 zur Welt.
Als ich dann 1972 als ältestes Enkelkind zu Welt gekommen bin, hat meine Mutter mich mit voller Absicht „Christine Maria“ genannt, damit meine Oma die Genugtuung hat, dass „Christine“ doch ein schöner Name ist.
Ich mag diesen Namen, weil er ziemlich zeitlos ist. Er war nie wirklich in Mode, ist aber geläufig. Die Schreibweise ist klassisch.
Einzig: In meiner Generation gibt es ziemlich viele Frauen, die „Christiane“ (von den ~100 Frauen, mit denen ich Abi gemach habe, waren 9* Christiane) heißen und ich werde deshalb auch häufig so angeschrieben. Manche Menschen nennen mich auch „Christin“ (ohne e), was ich aber doof finde. Meine Eltern haben sich ja bewusst für die Langversion entschieden.
Es gibt verschiedene Aussagen darüber, wie ich als Junge genannt worden wäre: Wahrscheinlich Tobias oder Roland – meinen Vater kann ich nicht mehr fragen.
Meine Schwester hingegen heißt „Mareike“, weil wir zu der Zeit sehr oft auf dem Ijsselmeer segeln waren.
Meine Tochter heißt Lina, weil so ihre Urgroßmutter väterlicherseits hieß. Und Theresa, weil ich eine Frau dieses Namens sehr bewundere. Wenn sie meinen Familiennamen tragen würde, dann wäre es ein anderer Name geworden. Die beiden zusammen hören sich sehr albern an.
Wenn sie ein Junge geworden wäre, dann wäre es wahrscheinlich „Bastian“ geworden.