Der Herr Blogissimo hat erneut zu einer Blogparade aufgerufen. Und weil die Sache mit den Vornamen so viel Spaß gemacht hat, will ich mich auch hier beteiligen. Wer möchte, der kann sich über oben genannten Link auch an dem Thema versuchen.
Ich bin eine eindeutige und sehr klare Lerche. Ein geborene Frühaufsteherin. Im Laufe der Jahre hat sich mein Aufstehzeitpunkt sogar immer weiter nach vorne verschoben. Seit einigen Jahren stehe ich jeden Morgen um 4.45Uhr auf. Selten brauche ich dann mehr als ein paar Sekunden zum Aufwachen und schleppe mich zum Klo. Aber spätestens, wenn ich in der Dusche stehe (Alltag –> ich gehe gleich ins Büro) oder eine Tasse Kaffee in der Hand halte (Wochenende/Feiertag/Urlaub –> ich gehe gleich Laufen), bin ich wirklich wach.
Ich mag diese Ruhe in der Frühe, wenn die Welt langsam erwacht. Von mir will noch keiner was und die Welt gehört mir. Auch wenn ich dann ins Büro fahre (so gegen 6.15Uhr), sind die Straßen noch angenehm leer. Oder wenn ich Laufen gehe, dann sehe ich oft keine Menschenseele weit und breit.
Wenn ich so früh anfange zu arbeiten, so habe ich auch zeitig genug Feierabend, um den Nachmittag noch sinnvoll zu gestalten.
Entstanden ist das alles eigentlich eher aus der Not heraus: Die Betreuungszeiten in Kindergarten und Schule sind arg begrenzt. Wenn man sein Kind bringen und abholen will, dann kann man nicht wirklich Vollzeit arbeiten. Deshalb hat es sich eingependelt, dass der Vater das Kind in KiTa oder Schule gebracht hat und dann zur Arbeit gefahren ist (er ist Eule) und ich so früh angefangen habe zu Arbeiten, dass ich mein Stundensoll bei Erreichen der Schließzeit erfüllt habe. Nun kann das Kind schon länger autark zur Schule und zurück, aber trotzdem habe ich mich an das „Früher-Vogel-Dasein“ so sehr gewöhnt, dass ich dabei bleibe.
Nachteil an der Sache: Ich falle abends meist so gegen 21.30Uhr ins Bett. Deshalb verpasse ich immer die wirklich interessanten Sendungen im TV: Ich habe schon seit vielen Jahren keine Gameshow mehr zuende geguckt, weil ich lange vorher sanft eingeschlafen bin. Auch die Teilnahme am sozialen Leben fällt mir schwer, weil ich spätestens in Gesellschaft um 22Uhr anfange breeeeeeeit und tiiiiief zu gähnen. Und meist vor Mitternach verschwinde mit dem scherzhaften Hinweis, dass sich mein Auto sonst wieder in einen Kürbis verwandeln würde.
Wenn ich am Wochenende von meiner jeweiligen Laufrunde zurück komme, dann gönne ich mir den kleinen Luxus nach ausgiebiger Dusche und Frühstück, mich nochmal für ein Stündchen oder so ins Bett zu legen und schalte mich auf StandBy. Auch einem dezenten Nickerchen am Nachmittag bin ich nicht abgeneigt. Nur darf das nicht zu spät sein bzw darf ich nicht zu früh (also vor 21Uhr) sein, weil ich sonst mitten in der Nacht aufwache und vor lauter Wachheit nicht wieder in den Schlaf finden kann.