10 FebFreitagsfüller 10

Habe den neuen Freitagsfüller eingesammelt und ausgefüllt. Den habe ich hier aufgelesen.

1. Momentan verhindert die Lütte, dass ich am normalen gesellschaftlichen (Wochenend)-Leben teilnehmen kann.
2. Wollsocken und Stiefel wirken gegen kalte Füße.
3. Am liebsten wäre ich irgendwo am Meer.
4. Noch ne schlechte Nachricht – muss das denn sein?
5. Ich bin dankbar, dass meine Heizung hier so gut funktioniert.
6. Eine tolle Party mit vielen lieben Leuten würde ich mir wünschen, wenn ich morgen Geburtstag hätte.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf kuscheln vorm Fernseher, morgen habe ich ähnliches geplant und Sonntag möchte ich weiterkuscheln!

09 FebKindergartenchaos

Da ab Oktober ja ein verwaister Arbeitsplatz auf mich wartet, brauche ich für die Lütte spätestens dann einen ganztägigen Betreuungsplatz. Obwohl es neue Gesetze gibt, die eine Versorgung von unter drei-jährigen Kindern sicherstellen soll, so ist NRW im Allgemeinen und Mönchengladbach im Besonderen weit hinter den Forderungen zurück. Da muss man sich rechtzeitig kümmern. Aber das ist komplizierter, als ich vermutet hatte. Bin ja eine naive Neumutter.

Bei den Kindergärten, die unter städtischer Verwaltung stehen, kann man sich zentral „bewerben“ – das ist einfach. Bei allen anderen Kindergärten muss man dann jeweils getrennt vorstellig werden.

Anfang Dezember hatte ich also ein Anschreiben an die Stadtverwaltung geschickt, in dem ich mich bei vier hier in der Nähe liegenden Kindergärter um einen Platz für die Lütte bewarb. Seitdem habe ich von dort nichts mehr gehört und heute einfach mal nachgehakt: Ich bekomme von dort nur Rückmeldung, wenn ich einen Platz bekomme. Und die gute Frau B. riet mir, dass ich mich auch anderweitig nach einer Betreuung umsehen solle. Denn sie meldet sich nur, wenn ich denn einen Platz habe.

Also werde ich nun die Ochsentour anfangen und mich durch alle Kindergärten in Radwegentfernung durchtelefonieren, die eine U2-Betreuung anbieten. *tieferseufzer* Und die Lütte wird dann nicht nur auf vier, sondern auf etwa 10 Wartelisten stehen.

Ich denke, dass an diesem System unsere Kindertagesbetreuung krankt: Die Eltern melden ihre Kinder an allen gerade noch in Frage kommenden Kindergärten an und erzeugen so künstlich lange Wartelisten, denn die Kinder stehen dann auf drei bis siebzehn verschiedenen Listen und blähen diese künstlich auf. Es kann also sein, dass ich zwar auf Platz 80 der Warteliste stehe, aber die anderen 79 Kinder sind auch alle mehrfach irgendwo gemeldet und sobald die an einem anderen Kindergarten genommen sind, schrumpft die Liste in sich zusammen.

Natürlich gibt es viele Träger für Kindergärten hier in Mönchengladbach: Stadt, evangelisch, katholisch, Elterninitative, Wohlfahrtsverbände, Betriebskindergärten. Aber da vermutlich jedes Kind in mehreren Listen steht, geht das alles im Chaos unter.

Ich hoffe trotzdem, dass ich für die Lütte noch einen schönen Platz finde. Sonst muss ich mich halt nach einer Tagesmutter umsehen.

08 FebMit Rosen bedacht

Die Lütte guckt gerne Lichter an. Ob das nun der Fernseher ist oder der Lichtkegel der Schreibtischlampe. Neulich habe ich eine Lampe gesucht, die Bilder an die Decke projeziert und bin endlich fündig geworden und habe diesen kleinen blauen Elefanten gekauft. Dieser projeziert via LED bunte Sterne an die Decke und spielt dabei nach Wunsch „Guten Abend, gute Nacht…!“ Die Lütte ist davon sehr begeistert und sie ist immer erstmal aufgeregt, wenn ich das Ding anmache. Aber dann schlummert sie irgendwann selig weg. Mission competed.

Aber für mich ist das immer ein wenig gruselig. Denn das Lied „Guten Abend, Gute Nacht“ hat eine wunderschöne Melodie, aber einen für mich sehr gruseligen Text.

Guten Abend, gute Nacht, mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt, schlüpf unter die Deck:
Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt,
morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt.

Als Kind fürchtete ich mich immer vor der Zeile: „mit Näglein besteckt“. Denn ich dachte, dass man dann wie Jesus ans Kreuz genagelt werden würde. Papa hat mir zwar erklärt, dass es sich dabei um einen veralteten Ausdruck für „Nelken“ handelt. Aber das Bild ist mir bis heute nicht so ganz aus dem Kopf gegangen.

Aber trotzdem finde ich den kleinen, blauen Elefanten toll.

P.S.: Lieben Sie Brahms?

 

03 FebFreitagsfüller 9

Habe den neuen Freitagsfüller eingesammelt und ausgefüllt. Den habe ich hier aufgelesen.

1. Bei dieser Kälte lege ich ein vorgewärmtes Körnerkissen in den Kinderwagen.
2. Kaum hat er richtig angefangen, ist der Januar schon vorbei.
3. Facebook wird beim Börsengang Milliarden einbringen. Aber ich brauche es trotzdem nicht.
4. Eigentlich hat die Lütte jetzt schon genug gejammert für heute.
5. Keine Sorge, in spätestens sechs Monaten jammern wieder alle über die Hitze.
6. Die Lütte macht komische Sachen mit mir.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Kuschelabend, morgen habe ich Autobatteriewechsel geplant und Sonntag möchte ich Schlittschuhlaufen im Park!

31 JanDas Buch zur Nacht

Eine kleine Rückblende auf eine lange Nacht vor etwa dreieinhalb Monaten. Es ist die Nacht von Sonntag auf Montag vor Linas Geburt. Weil in der Nacht die Wehen einsetzten und ich nicht schlafen konnte, habe ich mir die Zeit mit ein wenig Radiohören versucht zu versüßen. Natürlich über Kopfhörer, weil ich meine Zimmergenossin nicht noch mehr nerven wollte, als ich es eh schon tat.

In der Nacht hörte ich auf WDR5 Streng öffentlich!. Das ist eine Sendung in der vor Publikum aufgenommene Radiounterhlatung gesendet wird. In jener Nacht hat Jan Josef Liefers – bekannt als Dr.Börne aus dem Münster-Tatort – mit seiner Band Oblivion mich unterhalten. Er berichtete von seiner Kindheit in den 60er Jahren in Dresden. Das ist gespickt mit Liedern ostdeutscher Künstler aus der Zeit: Manfred Krug, Die Puhdys, Karat und andere mehr. Zusammen ergibt das ein sehr stimmiges und unterhaltsames Bild.

Neulich fand Erik in der Rheydter Bibliothek nun das Buch zur Sendung bzw zur Nacht. Darin erzählt Liefers aus seinem Leben, von seinen Eltern und Großeltern. Und nebenher berichtet er von den Eigenarten, die das Leben in der DDR so mit sich brauchte. Da ich inzwischen auch zweimal in Dresden war, kann ich mir einige Orte der Geschichte bildlich vorstellen. Alles in allem ein sehr unterhaltsames Buch. Und für mich halt mit einer besonderen Erinnerung verbunden.

30 Janschlechtes Gewissen

Als Mutter hat man ja ständig ein schlechtes Gewissen: Kümmere ich mich genug um das Kind? Esse ich richtig, damit die Muttermilch gut ist? Hat das Kind genug gegessen? Ist das Kind warm genug angezogen? Entwickelt sich das Kind gut? Gebe ich ihm genug neue Reize? Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen und man ist als Mutter unter zum Teil selbstgemachten seelischen Druck.

Seit gestern Abend habe ich einen weiteren Punkt gefunden, bei dem man es seinem Gewissen nicht wirklich recht machen kann. Auf arte kam gestern nämlich ein Feature zum Thema „Windeln“. Und dabei ist mir dann doch ein wenig anders geworden. Hier findet sich die Webseite zum Thema und die Sendung wird in den nächsten Tagen noch wiederholt.
Tenor des Artikels ist, dass die praktische Wegwerfwindel wahnsinnig viel Müll erzeugt. Pro Kind etwa eine Tonne Müll. Und dank der vielen tollen Superabsorber darin, vergammelt die Windel dann auch erst nach 300 Jahren. Na super. Also erzeugt meine Bequemlichkeit dann auch gleich wieder eine große Umweltbelastung. Und wirklich Alternativen sind auch nicht in Sicht. Stoffwindeln gibt es zwar, aber Selberwaschen und Desinfizieren belastet die Umwelt auch. Für mich praktikabel bleiben dann noch Windeln mit einem möglichst hohen Recyclinganteil.
Das schlechte Umweltgewissen bleibt aber.

27 JanFreitagsfüller 8

1. Es wird Zeit sich mal um ne Krabbelgruppe zu kümmern.
2. Kratz mal die Autoscheiben frei, und vergiss nicht die Außenspiegel.
3. Gestern Abend war ich ziemlich erschöpft, weil ich den ganzen Tag gequatscht hatte.
4. Gibt es eigentlich Leute die gucken Dschungelcamp im Ernst?
5. Als Kind musste ich Orangensaft mit geschlagenem Ei trinken.
6. Manchmal hat man dann doch Glück und es wächst Gras über die ganze Sache.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf etwas Leckeres zu Essen, morgen habe ich einen Spaziergang in der Sonne geplant und Sonntag möchte ich vielleicht ausnahmsweise mal ausschlafen!

24 JanAuge um Auge

So eine Schwangerschaft hat manchmal seltsame Folgeerscheinungen, mit denen man vorher nicht wirklich gerechnet hat: In den letzten Wochen ist mir aufgefallen, dass ich schlechter sehe als früher. Um etwas Entferntes zu entziffern musste ich oft mit den Augen knispeln. Also bin ich neulich mal beim Optiker vorbeigegangen und habe meinen Durchblick testen lassen.
Und wie ich schon befürchtet habe, so hat sich meine Sehstärke merkbar verschlechtert. Das linke Auge ist eine halbe Dioptrie kurzsichtiger geworden. Beim rechten Auge hat sich hingegen der Zylinder so verdreht, dass ich mit normalen Linsen nicht mehr weiterkomme, sondern nun torische Kontaktlinsen brauche.
Alles in allem ist das ärgerlich, weil ich bisher auf beiden Augen etwa die gleiche Schwäche hatte und somit immer nur eine Packung Linsen brauchte und die beliebig zwischen den Augen tauschen konnte. Nun also unterschiedliche Linsen. Und die torischen Linsen sind nochmal zusätzlich teurer. *seufz* Da muss ich jetzt mit leben. Aber es ist wirklich eine Wohltat nun wieder scharf zu sehen. Ich denke, dass meine Kopfschmerzen in der letzten Zeit auch von der Änderung der Sehstärke herrührte.
Aber jetzt habe ich wieder den vollen Durchblick!

21 JanSo gesehen

Früher, also bis ungefähr Ende September 2011, legte ich jede Strecke mit dem Rad zurück, solange es die Witterung gerade noch zugeließ. Und ich weiß nicht, wieviele hundert mal ich den Weg von hier in die Rheydter Innenstadt fuhr. Und eigentlich dachte ich, ich würde jede Ecke kennen.

Seit Lina da ist, muss ich nun erstmal aufs Radfahren verzichten und tauschte den Fahrradkorb gegen den Kinderwagen und bin viel zu Fuß unterwegs. Und wenn ich nun in die Rheydter Innenstadt tapere, gehe ich andere Wege, als ich mit dem Rad fuhr. Und dabei kann ich mich teilweise gegen die Einbahnstraßen bewegen. Und diese neue Art der Fortbewegung gekoppelt mit den anderen Wegen, eröffnet mir viele neue Einblicke in die Umgebung. Ich sehe plötzlich Dinge/Läden/Gebäude, die ich vorher garnicht wahrnahm. So ist der Fußweg doch noch ein bißchen spannend, auch wenn ich sonst zu-Fuß-gehen total langweilig finde. Ich freue mich schon sehr auf die Zeit, wenn ich die Lütte in einen Fahrradanhänger oder einen Kindersitz setzen kann.

20 JanFreitagsfüller 7

Habe den neuen Freitagsfüller eingesammelt und ausgefüllt. Den habe ich hier aufgelesen.

1. In der vorigen Woche ist nichts Besonderes passiert.
2. Meinen Mann würde ich gerne ein wenig häufiger sehen, oder ist das zuviel verlangt?
3. Mein letzter Spontankauf war wohlüberlegt.
4. Bei diesem Wetter draußen Vögel zu füttern macht in meinen Augen keinen Sinn.
5. Kann bitte mal jemand das Licht draußen anknipsen?
6. Eigentlich will ich dieses Jahr meinen Geburtstag groß feiern und ich hoffe, dass es klappt.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Kuschelrunde mit der Lütten, morgen habe ich weiterkuscheln geplant und Sonntag möchte ich mit Erik und der Lütten weiterkuscheln!